News

19.06.2017 17:41

Combat Team siegt beim 3. Thüringenpokal

Am Samstag, den 17. Juni, fand in Erfurt der 3. Thüringenpokal im Allkampf Gi / No-Gi statt. Damit ging ein erfolgreicher Tag für das Combat Team der Sportvereinigung Polizei Hamburg zu Ende. Ein 1. Platz für Henning, ein 3. Platz für Hauke und Habib bei seinem Debüt-Turnier mit zwei Siegen und zwei verlorenen Kämpfen.

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17.06.2017 22:21

85 Jahre, 30 Klimmzüge und ein fröhliches Geburtstagsfest

Am 16. Juni 2017 feierte das Budocentrum Ekki Krönke. „Fang nie an, aufzuhören“ – dieses Zitat stammt von dem römischen Dichter Horaz. Ohne respektlos zu sein, könnte es aber auch von Ekkehard Krönke stammen. Ekki, wie ihn in der Sportvereinigung Polizei Hamburg (SVP) alle nennen, hat sein Leben lang Sport getrieben. Das Rentenalter war für ihn kein Grund, damit aufzuhören. Im Gegenteil: mit 64 Jahren entdeckte er Ju-Jutsu für sich, als er 71 Jahre alt war, legte er die Prüfung zum Schwarzen Gürtel erfolgreich ab. Am Freitag feierten die Mitglieder des Budocentrums mit ihm seinen 85. Geburtstag.

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Ju-Jutsu - Techniken

Das neue System geht nicht vom Angriff aus, sondern primär von den Selbstverteidigungstechniken, die aus Grundformen des Judo, Karate und Aikido ausgesucht wurden.

Die Techniken sind in den einzelnen Prüfungsprogrammen für Schüler- und Meistergrade nach Schwierigkeitsstufen geordnet. Jede Verteidigungstechnik ist gegen mehrere Angriffsarten anwendbar und beständig zu üben mit dem Ziel, die Bewegungsabläufe zu automatischen Reflexen (sog. Automatismen) im Unterbewusstsein zu entwickeln. 
In Kombinationen sind die Techniken alsdann sinnvoll zu verbinden und in der "freien" Verteidigung gegen "freie" Angriffe zur echten Kunst der Selbstverteidigung zu perfektionieren. 
Bei dieser Methode wird bereits mit einer kleinen Auswahl von Verteidigungstechniken von Anfang an ein größtmöglicher Nutzeffekt durch variable Anwendung erzielt. Durch diese vielseitige Anwendbarkeit gegen alle Arten von Angriffen ergeben sich weit mehr als 1000 Verteidigungsmöglichkeiten.

Wettkampf als Ergänzung für Allrounder

Das Ju-Jutsu Kampftraining wird in unserer Vereinzeitung viel zu selten erwähnt. Dies nehme ich zum Anlass, einen kurzen Bericht darüber zu schreiben.

Immer wieder sehen uns Budo-Sportler aller Sparten beim Training durch die Fenster zu. Kommt doch rein und macht mit. Für Anfänger eignet sich hierfür das Freitagstraining bei Nils Engel. Die anderen Zeiten nach kurzer Rücksprache mit Anke Gramkow oder Rolf Brauße.


Das Kampftraining ist nicht nur für aktive Kämpfer, es eignet sich auch als Zusatz zum Ju-Jutsu-Techniktraining. Man lernt ein anderes Spektrum kennen und ergänzt sein Wissen, was auch für die Gürtelprüfung nicht unwichtig ist. Bei der Gürtelprüfung wird immer mehr Wert auf realitätsnahe und dynamische Selbstverteidigung gelegt. Dazu gehört selbstverständlich auch z.B. der Atemibereich, der hier sehr gut dargestellt wird. 

Wie gesagt, es ist, auch wenn man nicht kämpfen will, eine gute Ergänzung zur großen Bandbreite unserer hervorragenden Techniktrai-nern. Man kann bei den Gürtelprüfungen ganz deutlich sehen, wer Kampf trainiert, denn durch die sehr intensive Wiederholungen z.B. von Atemitechniken entwickelt man u.a. ein ganz neues Distanzgefühl, eine andere Übersicht und durch das ständige erinnern daran, dass wir beim Training keine Sieger brauchen, eine gewisse Lockerheit. 
Schwerpunkte hier sind unter anderem auch Weiterführung und Gegentechniken sowie lockeres Arbeiten am Boden, wo nicht nur einzelne Techniken gezeigt, sondern die Prinzipien des Bodenkampfes inklusive Gegentechnik. Weiterführung und Finten im Stand als auch am Boden mit Einbringen eigener Ideen werden sehr intensiv trainiert. 

Der Budo-Gedanke ist bei uns sehr stark ausgeprägt, da das Miteinander an erster Stelle steht. Wichtig ist es über die Mauer zu schauen und auch in anderen Bereichen zu trainieren. Hierzu findet man die Ju-Jutsu-Kämpfer auch in anderen Budo-Sportarten wieder, oder es werden Trainer aus anderen Sparten zu unserem Training eingeladen. Jeder hat seine Stärken und Schwächen, so ist es wichtig, dass wir voneinander lernen. Je offener man ist und je mehr man sieht und lernt, desto einfacher ist es, den richtigen Weg für sich zu finden. Jeder setzt seine Schwerpunkte woanders. Gerade in diesem Verein haben wir doch die Möglichkeit unser Wissen nicht nur auf einen Trainer oder eine Budosportart zu begrenzen.

Also noch einmal, jeder, der Lust hat sich weiterzubilden und zu lernen, der ist bei uns herzlich willkommen. Selbst unsere Jugendlichen trainieren oft zusätzlich bei den Erwachsenen mit, das schon zeigt, was für ein tolles Miteinander herrscht. Traut euch, macht mit! Montags und mittwochs von 17.00 bis 19.00 Uhr und freitags (Kampfstarter) von 18.00 bis 19.30 Uhr.


Katja Chorrosch

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